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Beschreibung
Zeichen, die weiterleben
Mi’kmaq ist die Sprache des gleichnamigen indigenen Volkes, dessen Siedlungsgebiet heute vor allem in Ostkanada liegt. Neben der gesprochenen Sprache entwickelte sich ein eigenes Schriftsystem, die sogenann ten Mi’kmaq-Hieroglyphen. Die bildhaften Symbole, meist auf Birkenrinde gezeichnet, dienten über Generationen hinweg als Ge dächtnisstützen für religiöse Texte und die Weitergabe von Wissen.
Im Jahr 1866 erschien das erste gedruckte Buch in Mi’kmaq-Hieroglyphen, zusammen gestellt vom Luxemburger Missionar Christian Kauder und gedruckt in Wien. Kauders Werk entstand im Kontext der Missionsliteratur des 19. Jahrhunderts, ist aber zugleich eine der frühesten systematischen Dokumentationen der Mi’kmaq-Hieroglyphen. Dadurch wurde ein Schriftsystem bewahrt, das sonst möglicherweise verloren gegangen wäre. Heute wird Kauders Arbeit als bedeutende Quelle für Sprach- und Kulturforschung betrachtet.
Mi’kmaq ist nach wie vor eine lebendige Sprache. Auch wenn inzwischen meist das lateinische Alphabet verwendet wird, gehören die traditionellen Hieroglyphen fest zur Tradition der nahezu 60.000 Mi’kmaq. Sowohl anlässlich von Zeremonien wie etwa dem Festtag der Schutzpatronin Saint Anne am 26. Juli als auch im Alltag, z.B. auf Kunsthandwerk, Tätowierungen oder sogar Autokennzeichen, dienen sie als sichtbare Zeichen kultureller Identität und Zugehörigkeit.
Eigenschaften:
- Preis der Briefmarke:
- 2,40 €
- Layout:
- binsfeld (LU)
- Abbildung des Buchtitels:
- Courtesy, J.J. Stewart Collection, Dalhousie University Libraries/Dicastero per l’Evangelizzazione – Biblioteca della Pontificia Università Urbaniana
- Druck:
- Offsetlithografiedruck, Vorderseite vollfarbig,
bpost Stamps Printing, Malines (BE) - Format der Briefmarke:
- 48,75 x 38,15 mm
- Auflage:
- 25.000
- Erscheinungsdatum:
- 05.05.2026
- 2026
- Europa
- Pro Stück